Eine überraschende Entwicklung… – Arbeitskampf!

Ich habe ja mit vielem für meines neues Leben als Sexarbeiterin gerechnet – aber nicht damit, dass ich bereits nach nicht einmal drei Wochen in eine Art Arbeitskampf verwickelt werde: Am Mittwoch wurde mein Profil bei einem großen Portal für sexuelle Dienstleistungen – wegen unbotmäßiger Publizierung meiner Telefonnummer – zunächst versteckt (d.h.: an bestimmten Stellen des Portals nicht mehr angezeigt) und gestern Abend vollständig gesperrt (weil ich einen Text über die Profil-Versteckung an einige Kunden und Kolleginnen, die sich ebenfalls zu dem „Telefonnummer-Problem“ geäußert hatten, verschickte). – Es folgt hier der Text, dessen Versendung den Unwillen des Portal-Betreibers hervorrief:

Eine kuriose Sperrung

Ich erhielt gerade von KM eine Mitteilung, dass mein Profil – wegen der Tel.-Nr. in meinem Status (!) – versteckt worden sei.

Meine aktueller Status lautet:

„Ich schließe mich dem PROTEST-STATUS von Wednesday an:
.

[… – es folgte die hier weggelassene Telefonnummer]
.

sage aber gleich dazu, dass ich meine priv. SIM-Karte & nicht diese im Tel. habe; & verweise außerdem auf meine Kommentare zu dem Top-Blog-Eintrag von DieKurtisane.“

Gemeint ist dieser Blog-Eintrag:

http://www.kaufmich.com/DieKurtisane/blog/DAS_KANN_ES_NICHT_MEHR_SEIN…

und meine dortigen Kommentare wurden auch gelöscht… –

und das ist DAS KURIOSE: Denn ich habe zwar aus Solidarität mit den Kolleginnen, die gerne und viel telefonieren, meine Tel.-Nr. in meinen Status geschrieben, aber ich selbst halte die neue Tel.-Nr.-Regelung (jeder Nicht-Premium-Kunde bekommt nur noch 3 Nummern pro Tag angezeigt) für RICHTIG – und das hatte ich in meinen dortigen Kommentaren ausgeführt.

Meine Hauptargumente waren:

— Wir Anbieterinnen sollten daran interessiert sein, dass Kund/inn/en nicht mit vielen von uns parallel verhandeln (und dadurch unseren Kommunikations-/Akquise-Aufwand unnötig in die Höhe treiben), sondern zielgerichtet die Anbieterinnen ansprechen, die in die engere Wahl kommen.

— Wir sollten außerdem NICHT daran interessiert sein,

+++ dass die Kund/inn/en möglichst viel kostenlos mit uns kommunizieren können,

— sondern vielmehr daran interessiert sein,

+++ dass es einen instutitionellen / technischen / finanziellen Anreiz für Kund/inn/en gibt, – statt uns als kostenlose Kommunikationspartnerinnen zu missbrauchen – zügig die Dienstleistung zu kaufen, die wir anbieten.

— Die Angst vor einer eventuellen Abwanderung von potentiellen Kund/inn/en von KM ist unbegründet. Denn die Zahl der (vermeintlichen) Kund/inn/en ist in letzter Zeit viel stärker gestiegen als die der Anbieterinnen:

– und ging sicherlich nicht mit einer entsprechenden Steigerung der Umsätze von uns Anbieterinnen einher. Meine Meinung: Deshalb haben wir Anbieterinnen eher ein Interesse an einer Steigerung der QUALITÄT der Kund/inn/en als an einer hohen ZAHL von bloß vermeintlichen Kund/inn/en, die tatsächlich uns bloß voll schwallen und zu spammen.

Dazu kann die neue Tel.-Nr.-Regelung von KM meiner Überzeugung nach beitragen. –

Trotz meiner vorstehend dargestellten Position in der Sache selbst, die bestrebt ist, Kolleginnen von dem Sinn der neuen Regelung zu überzeugen,

nimmt mir KM meine symbolische „Status“-Solidarität mit den Kolleginnen, über deren Kopf hinweg die neue Regelung eingeführt, so übel, dass KM mein Profil versteckt… –

Nun ja, jede/r macht sich so unbeliebt, wie er/sie kann…

Quelle:
Der Artikel war bis zur Sperrung meines Profils unter folgender Adresse zugänglich:
http://www.kaufmich.com/Aussergewoehnliche/blog/Eine_kuriose_Sperrung

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